
„Die Musik muß einem Ideal dienen; sie muß einen Beitrag zu etwas leisten, das größer ist als sie selbst, einen Beitrag zur Menschlichkeit…”
Dies sind die Worte eines der begnadetsten musikalischen Talente unseres Jahrhunderts, eines Musikers, der seine humanitären Ideale noch über die Musik stellte und von sich sagte: „Die einzigen Waffen, die ich hatte, waren mein Cello und mein Taktstock.”
Pablo Casals (1876-1973) setzte diese Waffen ein, um „die Sache zu unterstützen”, an die er glaubte, „die Sache der Demokratie.“
Das Oratorium „El Pessebre“ erzählt die Weihnachtsgeschichte als eindringliche Friedensbotschaft. Casals, der das Werk im Exil komponierte, verbindet die Geburt Jesu mit dem Wunsch nach Versöhnung und Menschlichkeit in einer Welt, die von politischer Tyrannei geprägt ist. Das Stück ist musikalisch als geschlossene Einheit vielschichtig und tiefgründig gestaltet und lädt in der Weihnachtszeit zum Nachdenken über Frieden ein. Die Botschaft des Oratoriums ist universell: Musik, Poesie und Menschlichkeit sollen Brücken bauen und zur Versöhnung der Völker beitragen. Casals wurde für seine Friedensarbeit – die sich auch in „El Pessebre“ manifestiert – 1958 für den Friedensnobelpreis nominiert und 1971 mit der Friedensmedaille der Vereinten Nationen geehrt.
Der philharmonische Chor der Liedertafel Neustadt, gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Neustadt und exzellenten Vokalsolisten, brachten das weihnachtliche Friedensoratorium unter der Leitung von Jürgen Weisser auf die Bühne des Saalbaus.
Einen Eindruck des Abends erhalten Sie hier: