Cantoria Mâcon - Liedertafel Neustadt - Lincoln Choral Society


Karl
Jenkins:
The Armed Man -

A Mass of Peace

 

Jenkins Friedenstaube klein 


16. November 2014 (Volkstrauertag),
19 Uhr im
Saalbau Neustadt

Gedenkfeier der Stadt Neustadt mit Konzert
zum Ausbruch des ersten Weltkriegs
vor 100 Jahren

als Partnerschafts-Konzert des
Philharmonischen Chors Liedertafel Neustadt
mit der Lincoln Choral Society (England)
und dem Chor Cantoria Mâcon (Frankreich),
sowie mit dem Schulchor des
Leibniz-Gymnasiums Neustadt
Solisten NN
Dirigent: Hans Jochen Braunstein

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Ab 18 Uhr

Ausstellung im Foyer:

„…und das Unglück ist für alle gleich! – Fronterfahrungen in Feldpostbriefen deutscher und französischer Soldaten im Ersten Weltkrieg“

(Schüler-Projekt
Leibniz-Gymnasium
Neustadt)

 Johannes Brahms: Tragische Ouvertüre op. 81
***
Ansprachen der Repräsentanten der drei Partnerstädte
Neustadt, Lincoln und Mâcon
***
Karl Jenkins: The Armed Man - A Mass for Peace

Das Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" vor 100 Jahren, ist für die Liedertafel der Anlass für zwei gemeinsame Konzerte mit dem englischen Partnerchor Lincoln Choral Society aus Neustadts englischer Partnerstadt, mit dem die Liedertafel seit 2001 enge Beziehungen pflegt. Die Friedensmesse "The Armed Man - A Mass for Peace" des walisischen Komponisten Karl Jenkins wird nach dem Konzert in der Lincoln Cathedral am 25. Oktober jetzt am Sonntag, 16. November 2014 (Volkstrauertag) auch in Neustadt bei dem Versöhnungs- und Friedenskonzert im Saalbau erklingen, und auch die französischen Freunde der Cantoria Mâcon werden mit einer Delegation teilnehmen. Darüber hinaus beteiligt sich das Leibniz-Gymnasium Neustadt mit seinen Schülerchören und dem bilingualen Projekt „…und das Unglück ist für alle gleich! – Fronterfahrungen in Feldpostbriefen deutscher und französischer Soldaten im Ersten Weltkrieg“ als thematisch ergänzende Ausstellung im Foyer des Saalbaus. Die Repräsentanten der drei Partnerstädte Neustadt, Lincoln und Mâcon werden mit ihren Ansprachen die Gedenkveranstaltung im Saalbau eröffnen.

Karl Jenkins (geb. 1944) zählt weltweit zu den produktivsten und erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten im Bereich Klassik-Crossover und Weltmusik. Unter dem Eindruck des Kosovo-Krieges – und deshalb seinen Opfern gewidmet – schuf er sein Werk „The Armed Man – A Mass for Peace“, welches im April 2000 in der Royal Albert Hall in London uraufgeführt wurde, und mit dem er deutlich machen wollte, dass alle Völker – unabhängig von ihrer Religion – in die Bitte um Frieden einstimmen sollten. Die Musik ist ergreifend, eindringlich und spektakulär zugleich; das Nebeneinander von alten und neuen Musikstilen sowie Texten aus verschiedenen Religionen, Kulturen und Epochen sorgt für effektvolle Kontraste.

Die Pflege der Chorpartnerschaften mit Chören aus Neustadts Partnerstädten wird nach den gegenseitigen Besuchen und zwei gemeinsamen Konzerten in Mâcon und Neustadt (mit der Aufführung des Requiems des französischen Barockkomponisten Jean Gilles zur Eröffnung des Neustädter Kultursommers) noch in diesem Jahr mit gemeinsamen Konzerten mit der Lincoln Choral Society weitergeführt.

Auf Einladung des englischen Partnerchors soll am 25. Oktober in der Lincoln Cathedral bei einem gemeinsamen Konzert mit der Aufführung der Friedensmesse "The Armed Man - A Mass for Peace" des walisischen Komponisten Karl Jenkins an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erinnert werden, der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" vor 100 Jahren. Beim Gegenbesuch am 16. November wird diese Friedensmesse als Versöhnungs-Konzert zum Volkstrauertag im Saalbau Neustadt erklingen, und auch unsere französischen Freunde aus Mâcon werden mit einer Delegation teilnehmen.

 Seine besondere Bedeutung erhält dieses Konzert in Neustadt durch die Beteiligung von Chören aus den drei Nationen, die hauptsächlich an den Kriegsereignissen beteiligt waren und an deren Folgen zu leiden hatten. Mit ihren Chorpartnerschaften zu diesen Chören leistet die Liedertafel schon seit Jahrzehnten ihren Beitrag zur Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die einmalige und inzwischen 44-jährige Freundschaft zwischen einem deutschen und einem französischen Chor wurde durch bisher fast 50 gemeinsame Konzerte in Mâcon und in Neustadt gefestigt; seit 2001 bestehen die engen Beziehungen zur Lincoln Choral Society, vorher auch schon seit 1975 zur Gilbert and Sullivan Society Lincoln bis zu deren Auflösung.

 Eine weitere Dimension erfährt diese Gedenkveranstaltung durch die Einbeziehung der jungen Generation. Der Schülerchor des Leibniz-Gymnasiums Neustadt hat seine Mitwirkung zugesagt und wird sich in den internationalen Chor einreihen. Das Projekt des bilingualen Zweigs des Leibniz-Gymnasiums, bei dem die Schüler die „Fronterfahrungen deutscher und französischer Soldaten im Ersten Weltkrieg“ durch die Auswertung von Feldpostbriefen herausgearbeitet haben, wird in die Konzertveranstaltung mit einbezogen. Die Ausstellung „…und das Unglück ist für alle gleich! – Fronterfahrungen in Feldpostbriefen deutscher und französischer Soldaten im Ersten Weltkrieg “ erfährt im Foyer des Saalbaus seine Fortsetzung, nachdem es bereits im Stadtmuseum in der Villa Böhm und danach in Mainz anlässlich des Jugendwettbewerbes "Mitgedacht - mitgemacht" (mit dem Rahmenthema „1. Weltkrieg“) bei der Landeszentrale für politische Bildung präsentiert worden ist und dort mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden ist. Eine Erweiterung des Projekts mit der Einbeziehung von englischen Texten und Feldpostbriefen ist geplant.

Karl Jenkins (geb. 1944) zählt weltweit zu den produktivsten und erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten im Bereich Klassik-Crossover und Weltmusik. Unter dem Eindruck des Kosovo-Krieges – und deshalb seinen Opfern gewidmet – schuf er sein Werk „The Armed Man – A Mass for Peace“, welches im April 2000 in der Royal Albert Hall in London uraufgeführt wurde, und mit dem er deutlich machen wollte, dass alle Völker – unabhängig von ihrer Religion – in die Bitte um Frieden einstimmen sollten. Basierend auf dem französischen Soldatenlied „L’homme armé – Der bewaffnete Mann“ aus dem 15. Jahrhundert wurden Texte aus verschiedenen Religionen und Epochen in französischer, englischer, arabischer und lateinischer Sprache vertont: Verse der englischen Barockdichter John Dryden und Jonathan Swift, des in Indien geborenen Kolonialdichters Kipling, Zeilen aus dem bekanntesten indischen Volksepos, dem Mahabharata, und natürlich einige, aber nicht alle Texte aus dem traditionellen Kanon der Messe (Kyrie, Sanctus, Agnus Dei und Benedictus); ein bunter Mix aus diversen Jahrhunderten, Kulturen, Traditionen samt einem Gedicht, das Guy Wilson, der „Master of the Armories“ (der Direktor des militärhistorischen Museums und Auftraggeber der Friedensmesse) selbst geschrieben hat: „Now the guns have stopped“, ein Klagelied eines Überlebenden um seinen toten Freund. In der Musik spiegeln sich die Epochen der kriegerischen Vergangenheit Europas: Mittelalterliche Gregorianik taucht ebenso auf wie die Vokalpolyphonie der Renaissance, Fanfaren, Marschmusik, Folklore oder der Gebetsruf des Muezzin. Das Nebeneinander von alten und neuen Musikstilen sorgt für effektvolle Kontraste.

 Musikalisch unterstützt werden der internationale Chor und die Gesangssolisten von den Musikern der Kammerphilharmonie Weinheim; die Gesamtleitung hat der Dirigent der Liedertafel Neustadt, Hans Jochen Braunstein.