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Die Gründung

Die Gründung der Liedertafel

In Erinnerung an die Tafelrunde des König Artus stiftete Karl Friedrich Zelter in Berlin am 24. Januar 1808 einen "gesanglichen Tischverein”, den er mit dem Namen ”Liedertafel” belegte. Diese Stiftung löste landauf, landab eine wahre Liedertafel-Gründungswelle aus, die im südwestdeutschen Raum zuerst Mannheim erfaßte (1840) und sich dann auch in der linksrheinischen, damals bayerischen Pfalz ausbreitete. So wurde 1847 in Speyer und 1867 auch in Neustadt ein Männergesangverein mit dem Namen ››Liedertafel« gegründet; das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt. Bei der 50jährigen Jubiläumsfeier am 17. November 1917 führte der damalige 1. Vorstand, Carl Reuter, zur Gründungsphase folgendes aus:In den Sommermonaten des Jahres 1867 fanden sich an schönen Sommerabenden auf der Hardt im Bauer'schen Garten einige musikalische und sangesfreudige Männer zusammen. Es wurden Quartette gesungen und das Volkslied mit all seinem Zauber erschallte in der stillen Nacht. Der Gedanke, einen Männerchor zu gründen, wurde ernstlich ins Auge gefaßt. Und so wurde die Liedertafel in den Wintermonaten des Jahres 1867 gegründet. Die Direktion übernahm der in musikalischen Kreisen bekannte Herr Sinzig.“

Die Gründer unserer Liedertafel waren: Alwens, Emil - Pfleger, Claus - Baumann, Wilhelm - Scholler, Jean - Brandt, Carl - Sinzig, Carl - Clauß Louis - Stark, Jakob - Deines, Goswin - Thier, Christoph - Neubauer, Viktor - Wappler, Fritz - Peter, Jakob - Zinkgraf Peter

Anfänglich bestand der Chor aus 14, 16, später 18 bis 20 Sängern. 1880 war der Chor unter der Direktion von Professor Gottlieb Mayrhofer 24 Mann stark. Die erste Liedertafel fand am 28. März 1868 im Saal des Kaffeewirths Georg Köhler in der Stadtgasse, der heutigen Rathausstraße, statt. Sie wurde aus Mitteln der Aktiven bestritten. Auf dem Programm standen im ersten Teil Volks-, Jagd- und Trinklieder, und im zweiten Teil die »Große tragikomische Oper in 1 Act - Der Prophet« von Hermann Kipper. Über den Dirigenten und die instrumentale Besetzung sagt das Programm nichts aus. 1869 gab die Liedertafel, gemeinsam mit dem Gesangverein Gimmeldingen, ein »Concert zum Besten des Weinbietthurms«. Die orchestrale Begleitung von Chorkonzerten übernahm damals meistens eine Militärkapelle aus der Pfalz - hier gab es allein sieben - oder aus dem benachbarten Preußen, Bayern, Baden oder dem Elsaß, sogenannte Regimentsmusiken. Besonders beliebt beim Neustadter Publikum war die Kapelle des 60. Brandenburgischen Infanterie-Regiments aus Weißenburg im Elsaß.

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